Geschichte

Ein RADOM (engl. radome, ein Kofferwort aus radar dome) ist eine geschlossene Schutzhülle, die Antennen für Messungen (z. B. Radarantennen) oder für Datenübertragungen (z. B. Richtfunkantennen) vor äußeren mechanischen und chemischen Einflüssen wie Wind oder Regen schützt. Es wird auch als „Radarkuppel“ bezeichnet.

Die Geschichte des RADOM Wasserkuppe

HEUTE

HEUTE

Das Radom ist Landmarke und Wahrzeichen für die Region, Kulturdenkmal und Veranstaltungsort sowie Vereinsheim der Drachen- und Gleitschirmflieger. Auch wird es als Außenstelle des Standesamtes Gersfeld/Ebersburg genutzt.

Kulturdenkmal

Kulturdenkmal

Im Frühjahr wird das Radom vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Wiesbaden als geschütztes Kulturdenkmal anerkannt. Am 26. Juni wird das Radom für den Publikumsverkehr freigegeben.

2007 – Umbaumaßnahmen

Die Übergabe des Gebäudes an die gemeinnützige RADOM Flug gGmbH erfolgt. Es beginnen Umbaumaßnahmen um das Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Kosten werden von der Betreibergesellschaft getragen und staatlich gefördert.

2004 – Umzug nach Berlin

Das Radargerät wird wieder abgebaut, nach Berlin gebracht und dort auf dem militärischen Teil des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof in Betrieb genommen.

2004 – Stadt Gersfeld

Die Stadt Gersfeld kauft das militärische Gelände vom Bundesvermögensamt und wird zum Abriss der nicht benötigten Gebäude und des Zaunes verpflichtet.

2003 – Testbetrieb

Ein halbes Jahr lang läuft das Radargerät im Testbetrieb.

1999 – Die zivilen Eroberer formieren sich

Auch das letzte Radom-Gebäude soll abgerissen werden, so will es die Regionalplanung. Drachen- und Gleitschirmflieger auf der Wasserkuppe legten daraufhin ein Konzept zur Weiternutzung des Radoms vor und sorgten damit für den Erhalt des Radoms.

1998 – Das Militär zieht sich zurück

Am 23. Juni wird der militärische Auftrag der Wasserkuppe offiziell aufgehoben. Die Bundeswehr zieht sich vom Berg zurück. Zumindest teilweise, denn während die Kaserne nun wieder zugänglich ist, bleibt die Luftverteidigungsstellung rund um das letzte Radom gesperrt. Da sich hier noch militärische Radartechnik befindet, wird der Bereich weiterhin (bis 2004) von der Bundeswehr bewacht.

Baubeginn Radarturm

Baubeginn Radarturm

Das neue Radargerät RRP-117 trifft im Juni auf der Wasserkuppe ein und wird auf dem Turm montiert. Im Herbst wird dann die vormontierte Kuppelhülle mit einem Autokran über die Radarantenne gestülpt. Auf Grund technischer Probleme wird das Radargerät jedoch erst 2003 in Betrieb genommen.

Abriss

Die alten, leer stehenden Radartürme werden abgerissen.

Baubeginn Radarturm

Baubeginn Radarturm

Baubeginn des neuen, heute noch bestehenden Radarturmes.

Luftraumüberwachung

Das altgediente Rundumsuch-Radargerät FPS-067 wird abgeschaltet und der dazugehörige Radarturm abgerissen. Um weiterhin die Luftraumüberwachung gewährleisten zu können, wird ein dreidimensionales Rundumsuch-Radargerät TPS-043 in einem der anderen genutzten Radome in Betrieb genommen.

Bundeswehr übernimmt

Bundeswehr übernimmt

Die Bundeswehr übernimmt die Stellung auf der Wasserkuppe von den Amerikanern. Um die Luftraumüberwachung im Auftrag der NATO ausführen zu können, wurden alle technischen Geräte erneuert. Außerdem erhielten die bis dahin weißen Radome einen Tarnanstrich.

Militär und Tourismus

Militär und Tourismus

Man hat sich arrangiert: Militär und Tourismus entwickeln sich nebeneinander!

Vier Radome

Auf der Wasserkuppe stehen nur noch vier Radome, der erste Turm ist wieder abgerissen worden. In einer der Kuppeln wird ein Rundumsuch-Radargerät (FPS-067) betrieben, in zwei weiteren je ein Höhensuch-Radargerät (FPS-089). Die vierte Kuppel blieb ohne Radargerät und fungierte als Reservegebäude.

Fünf Radome

Der Berggasthof wird abgerissen und ab Mitte des Jahres stehen insgesamt fünf Radome auf der Wasserkuppe.

3 Radome

Ende des Jahres stehen bereits drei Kuppeln auf der Kuppe.

Ein Radom

Ein Radom

Im Herbst beginnen die Bauarbeiten für das erste Radom auf der Wasserkuppe. Zunächst wird der etwa drei Meter hohe Sockel des ersten Radarturms errichtet. Das Höhensuch-Radargerät wird im Frühjahr des nächsten Jahres montiert und mit einer Kuppel, dem Radom, versehen.

Stille Wacht

Die Radarstation auf der Wasserkuppe wird vollständig von der US Air Force übernommen.

BI-Zone

BI-Zone

Die britische und amerikanische Besatzungszone sind fusioniert und bilden nun die Bi-Zone. Im Januar installiert die US Air Force ein mobiles Radargerät auf der Wasserkuppe.

Sperrgebiet

Am 20. Juli 1945 wird der gesamte Gipfelbereich der Wasserkuppe mit „Berggasthof“, Martens-Fliegerschule, Reichssegelflugschule und das dazugehörige Segelfluggelände beschlagnahmt und zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Die Wasserkuppe wird Teil der amerikanischen Besatzungszone und deshalb bis Oktober 1945 von amerikanischen Soldaten besetzt. Anschließend übernimmt die britische Royal Air Force (RAF) den Aufbau einer Fernmeldestation, während die US-Armee gleichzeitig eine Radiorelaisstation unterhält.

Wetterturm

Auf dem Gipfel der Wasserkuppe wird ein Wetterbeobachtungsturm errichtet.

Rekorde

Rekorde

Rekorde in der Luft – die ideologische Vereinnahmung des Fliegens Die Nationalsozialisten errichten für ihre Reichssegelflugschule die ersten großen Gebäude auf der Wasserkuppe. Die Häuser Ursinus, Groenhoff und Lilienthal stehen noch heute. Das Stamer-Haus und die Hermann-Göring-Halle wurden 1944/45 abgerissen bzw. zerstört.

Segelflugschule

Segelflugschule

Auf der Wasserkuppe wird die Martens Fliegerschule als erste Segelflugschule der Welt eröffnet.

Errichtung des Fliegerdenkmals

Errichtung des Fliegerdenkmals

Zu Ehren der gefallenen Piloten im 1. Weltkrieg wird das Fliegerdenkmal, ein Bronzeadler auf einem Basaltschlot, vor den Augen von 30.000 internationalen Besuchern eingeweiht.

Fliegerlager

Fliegerlager

Mitten auf der Wasserkuppe entsteht ein Fliegerlager.

Lautloses Fliegen

Durch das im „Versailler Vertrag“ festgelegte Verbot des Besitzes von Motorflugzeugen kommt es zu einer Renaissance des Segelfluges und die Wasserkuppe entwickelt sich zum Zentrum des lautlosen Fliegens.

Berggasthof

Berggasthof

Das Schutzhaus wird zwischen 1910 und 1916 vergrößert und zum „Berggasthof“ ausgebaut.

Entwicklungsstop

Der erste Weltkrieg stoppt die Entwicklung des Flugsports auf der Wasserkuppe vorerst.

Erste Flugversuche

Erste Flugversuche

Die Wasserkuppe wird „Berg der Flieger“! Auf den waldfreien Hängen der Wasserkuppe führen Darmstädter Studenten die ersten Flugversuche im Segelflug durch.

Schutzhaus

Erweiterung der Schutzhütte zum Schutzhaus

Schutzhütte

Schutzhütte

Der Rhönklub errichtet das erste Gebäude auf der Wasserkuppe. Die einfache Schutzhütte wird in den Sommermonaten von der Familie Sorg aus Poppenhausen bewirtschaftet.